SEPA-Lastschrift


Europäische Geldeinzüge - grenzübergreifend


Der Zahlungseinzug konnte bislang europaweit entweder gar nicht oder nur mit erheblichem Aufwand durchgeführt werden. Mit SEPA-Lastschrift führen nun einheitliche europäische Rechtsgrundlagen, standardisierte Datenformate und identische Abwicklungsnormen zu einem einfachen innereuropäischem Zahlungseinzug.

Im Inland und grenzübergreifend besteht die Wahl zwischen

SEPA-Basis-Lastschrift (Zahlungspflichtiger = Verbraucher oder Unternehmen)

SEPA-Firmen-Lastschrift
(Zahlungspflichtiger = Unternehmen)

EURO-Eil-Lastschrift

Dies ist eine Sonderform der SEPA-Basis-Lastschrift mit verkürzter Vorlagefrist, die für Einreicher in Deutschland zunächst nur innerhalb Deutschlands nutzbar ist.

Die EURO-Eil-Lastschrift dürfte sich für Lastschrifteinzüge in Deutschland als Standard etablieren, da die Prozessabläufe innerhalb der Lastschrift einreichenden Unternehmen im Vergleich zur SEPA-Basis-Lastschrift deutlich vereinfacht werden.

Wenn Sie uns bereits Ihre Gläubiger-ID mitgeteilt und Ihre Lastschriftinkassovereinbarung auf SEPA aktualisiert haben, können Sie die EURO-Eil-Lastschrift direkt nutzen:
Mit dem ersten Einzug einer EURO-Eil-Lastschrift werden die Anpassungen Bestandteil Ihrer Lastschriftinkassovereinbarung.

Zusätzliche Kosten entstehen Ihnen selbstverständlich nicht.


Weitere Informationen

  • Die EURO-Eil-Lastschrift (COR1) ist seit 4. November 2013 für Einreicher in Deutschland innerhalb Deutschlands einsetzbar.
  • Vorlagefrist bei der Bank des Zahlungspflichtigen 1 Target-Tag vor Fälligkeit
  • Einreichungsfrist bei Ihrer Bank 2 Target-Tage
  • Es gilt das SEPA-Basis-Lastschrift-Mandat

 

In folgender Info-Broschüre finden Sie alle Hinweise auf einen Blick:

Voraussetzungen für die Nutzung von SEPA Lastschriften

  • Zahlung in Euro innerhalb des europäischen Binnenmarkts
  • Bankverbindung mit IBAN und BIC*
  • Beteiligte Banken unterstützen das SEPA-Lastschrift-Verfahren
  • Gläubiger-Identifikationsnummer beim Zahlungsempfänger**
  • Fristenwahrung bei der Information des Zahlungspflichtigen und beim Einzug
  • Einreichung online (Keine Beleg- oder Disketteneinreichung möglich!)

*Hier können Sie einen IBAN-Rechner herunterladen.


Sie benötigen zum Download ein Passwort.
Dieses teilt Ihnen Ihr Berater gerne mit!

Die jahrelang geltende Neueinholung von Mandaten für die SEPA-Lastschrift ist hinfällig.

Bisher vorliegende Lastschrifteinzugsermächtigungen werden in SEPA-Basislastschriftmandate umgedeutet. Dies gilt nur für Einzugsermächtigungen.

Bei Abbuchungsaufträgen ist immer eine Vereinbarung über eine SEPA-Firmenlastschrift neu zu schließen. Diese kann nicht mit Verbrauchern geschlossen werden!

SEPA-Basis-Lastschrift


Die SEPA-Basislastschrift ist ähnlich dem deutschen Einzugsermächtigungsverfahren. Diese kann sowohl mit Verbrauchern als auch mit Nicht-Verbrauchern (z. B. Unternehmen oder Vereinen) durchgeführt werden. Mithilfe einer Änderung der AGB und Sonderbedingungen der Banken kann nach der Umstellung am 9. Juli 2012 eine Lastschrifteinzugsermächtigung in eine SEPA-Basislastschrift umgedeutet werden.

Neue Widerspruchsfrist:

Der Belastung kann innerhalb von acht Wochen widersprochen werden. Die Frist zählt ab dem Tag der Belastung (Fälligkeitstermin). Innerhalb dieser Frist kann die Erstattung des Lastschriftbetrags ohne Angabe von Gründen von der Bank verlangt werden. Im Fall einer unrechtmäßigen Kontobelastung kann der Zahlung innerhalb von 13 Monaten nach Kontobelastung widersprochen werden.
Eine Rückbuchung erfolgt nach einer Prüfung des SEPA-Mandates!

 

Fristen:

Rechtzeitige Information an den Zahlungspflichtigen über den Lastschrifteinzug ohne individuelle Regelung mindestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit. Dies kann mit der Rechnung erfolgen, welche auch mehrere Lastschrifteinzüge ankündigen darf.
Die Datei-Einlieferungszeit für Erst- und Einmallastschriften beträgt höchstens 6 Bankarbeitstage vor Fälligkeit, Folgelastschriften höchstens 3 Bankarbeitstage vor Fälligkeit.

Für SEPA-Lastschriftmandate im internationalem Raum bietet das European Payments Council standardisierte Dokument-Übersetzungen an:

SEPA-Firmen-Lastschrift


Das Verfahren ist ähnlich dem Abbuchungsauftrag. Die SEPA-Firmen-Lastschrift ist nur zwischen Nicht-Verbrauchern möglich.
Bisherige Abbuchungsaufträge mit Verbrauchern verlieren spätestens zum 1. Februar 2014 ihre Gültigkeit. Bei laufenden Abbuchungsaufträgen ist eine neue Vereinbarung notwendig, die Umdeutungsregelung kommt hier nicht zur Anwendung!

Rückgabe nicht möglich:

Ein gewichtiger Vorteil der SEPA-Firmenlastschrift: Sie kann nicht zurückgegeben werden und hat damit eine frühzeitige Gültigkeit. Zahlende müssen vor der ersten Zahlung ein SEPA-Firmenlastschrift-Mandat erteilen und ihre Bank informieren. Solange der Bank das Mandat vorliegt und es nicht widerrufen wird, gelten alle folgenden Zahlungen als unwiderruflich autorisiert.


Fristen:

Rechtzeitige Information über den Lastschrifteinzug an den Zahlungspflichtigen ohne individuelle Regelung wenigstens 14 Kalendertage vor Fälligkeit. Dies kann mit der Rechnung erfolgen, welche auch mehrere Lastschrifteinzüge ankündigen darf. Die Datei-Einlieferungszeit für Erst-, Einmal- und Folgelastschriften liegt bei höchstens 2 Bankarbeitstagen vor Fälligkeit.

Für SEPA-Lastschriftmandate im internationalem Raum bietet das European Payments Council standardisierte Dokument-Übersetzungen an: