„Dietmars Art 2015 – Rückblicke“

Wachtberg - Niederbachem, 18. August 2015

Ausstellung von Dietmar Waloßek im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen 2015

von links: Gisela Ingenhorst (Filialleiterin in Niederbachem) Dietmar Waloßek (Künstler) und Renate Offergeld (Bürgermeisterin von Wachtberg)

"Paul Klee hat einmal gesagt: Zeichnen ist die Kunst, Striche spazieren zu führen. Auf den Bildern der heutigen Ausstellung hat Dietmar Waloßek viele Striche spazieren geführt. Wir freuen uns sehr, diese besondere Ausstellung in unseren Räumen zeigen zu können", eröffnet Gisela Ingenhorst, Leiterin der Filiale Niederbachem der VR-Bank Bonn die Ausstellung. "Zum dritten Mal stellt Herr Waloßek unter dem Titel „Dietmars Art“ bei uns aus. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass sich diese Ausstellung mit alten Ansichten der Stadt Bad Godesberg aus den Jahren zwischen 1900 und 1960 beschäftigt“, erklärt Frau Ingenhorst bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste.

Dietmar Waloßek erklärte die Thematik „Dietmars Art 2015 - Rückblicke„.

„Eigentlich kam die Idee zu dieser Ausstellung im Fitness Center Berkum. Die Begegnung dort,   man kann sagen mit dem gleichaltrigen Personenkreis, welche alle eine Verbindung zu Bad Godesberg hatten und haben, führte in den Gesprächen häufig zu der Frage: „Kannst du dich noch daran erinnern?“, so der Künstler.

Da Dietmar Bad Godesberg ab 1957 kennen gelernt und dort auch gearbeitet hat, konnte er natürlich auch ein bisschen dazu beisteuern.

Man erinnerte sich z.B. an das Ännchen, die Burgstraße mit den Burg Lichtspielen, der angrenzenden Gastwirtschaft mit seinem Wirt Peter Wershoven (dort gab es früher für uns Jugendliche auch ein sogenanntes „Stösschen“ Bier, das war ein halbes Bier.

Natürlich war die Godesberger City im Gespräch mit seinen vielen Villen aber auch weniger schönen Anblicken. Man sprach von der Redoute, der früheren Badestadt, den Bewohnern, den Diplomaten, welche sich in Bad Godesberg recht wohl fühlten, dort auch in den Gaststätten „Zum Adler“, im Mathernus, auf der Cecilienhöhe dinierten. Oft sah man Bundeskanzler und Minister mit Ihren Staatskarossen vorfahren.

Im Mittelpunkt aller Gespräche stand aber immer wieder die Godesburg.

Dabei kam Dietmar der Gedanke diese Motive von damals einzufangen und überwiegend mit Federzeichnungen zu beleben. Einige der Clubmitglieder brachten Fotos oder Bücher mit den Motiven der damaligen Stadt mit und so entschloss er sich im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen 2015 eine Ausstellung vorzubereiten. Nicht alle Motive kann er heute zeigen, deshalb wird im Zeitraum der Ausstellung ein Austausch vorgenommen.

Kunst hat Dietmar nicht studiert. Er bezeichnet er sich selbst als Autodidakt, der sich zwar schon immer gerne mit dem Malen beschäftigte, aber erst richtig Zeit dafür fand, als er in den Ruhestand ging.

10 Jahre hat er den Kindern der Schule Niederbachem seine Kenntnisse übermittelt und er kann auf sehr erfolgreiche Ausstellungen mit den Kindern zurückblicken. In Wachtberg Berkum hat er die Ferienfreizeit unterstützt und mit den Kindern die Bühnenbilder in der Aula geschaffen. Selbstgeschriebene Lieder und Geschichten begleiten seine Ausstellungen.

Über sich selbst sagt Dietmar: Malen, Singen und Schreiben, also meine Hobbys, dienen der Entspannung und der Freude am Schönen. Außerdem fördern sie den Geist, die Phantasie, er-halten Jung und geben mir die Kraft, dem Alltag mit Freude und guter Laune zu begegnen.

Dietmar ist gebürtiger Breslauer, aber schon seit 1956 im Bonner Raum ansässig.

Rheinländer ist man nicht nur von Geburt an, sondern mit dem Herzen - so sagt und so lebt er.

 

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 18. September während der banküblichen Öffnungszeiten.