Digitale Kontaktpunkte nehmen zu

Bonn - Duisdorf, 8. März 2018

Wandel und Tradition erfolgreich vereinen im Zeitalter der Digitalisierung

„Auch das Geschäftsjahr 2017 stand unter dem Einfluss der anhaltenden Niedrigzinsphase“,
sagte Rainer Jenniches, Vorstand der VR-Bank Bonn, bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz, die er gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Martin Ließem gab.
„Trotz dieser erschwerten Bedingungen und allen damit verbundenen Herausforderungen konnten wir im Jahr 2017 ein gutes Ergebnis auf Vorjahresniveau mit erfreulichen Wachstumsraten bei der Anzahl der Mitglieder sowie bei den Einlagen und Krediten erreichen“, so Jenniches weiter.

„Im Zeitalter der Digitalisierung stehen wir Genossenschaftsbanken vor großen Herausforderungen. Wir sind gefordert, den Wandel und die Tradition erfolgreich zu vereinen und sehen unsere besondere Verantwortung für die Region und ihre Menschen“, erklärt Jenniches. Ziele seien weiterhin die Förderung der Mitglieder, der heimischen Wirtschaft und der gesamten Region und das mit fairen und vertrauenswürdigen Angeboten für alle Kunden. „Diese Werte und Grundlagen, die auf die Gründer des Genossenschaftsgedankens Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Deliztsch zurückzuführen sind,  werden durch den technischen Wandel nicht verändert“, versprechen die Bankvorstände.
In diesem Jahr feiern wir das 200. Jubiläum des Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

„Wir haben unsere Filialstandorte nicht reduziert sondern aufgrund des veränderten Kundenverhaltens lediglich zeitliche Anpassungen der Servicezeiten vorgenommen“, erklärt Martin Ließem, im Vorstand zuständig für die Filialen und das Anlagegeschäft. „ Beratungen bieten wir weiterhin – nach Vereinbarung – in der Zeit von 8 bis 20 Uhr in allen 12 Filialen an“, so Ließem weiter. Die VR-Bank Bonn setzt die neuen technischen Möglichkeiten ein, um als vertrauenswürdiger Ansprechpartner und Dienstleister für die Mitglieder und Kunden rund um die Uhr da zu sein. Trotz starkem Wettbewerb und erschwerten Rahmenbedingungen sind die VR-Bank Bonn und die übrigen Genossenschaftsbanken stärker denn je.

Der wachsenden Zahl der neuen Mitglieder um etwa 650 auf 16.000 zeigt uns den Trend deutlich“,
erklärt Martin Ließem. „Mitgliedschaft oder Bankteilhaberschaft gibt es nur bei Genossenschaftsbanken. Unsere Kunden haben erkannt, dass dieses Geschäftsmodell deutlich sicherer und nachhaltiger ist als die Strategie börsennotierter Großbanken, die von den Interessen der Aktionäre abhängig sind“, erläutert Ließem. Speziell für die Zielgruppe der Bankteilhaber wurden im Jahr 2017 mehr als 3.400 genossenschaftliche Beratungen durchgeführt. Die Beratung beinhaltet einen umfassenden FinanzCheck mit Haushaltsrechnung, eine Übersicht aller Vermögenswerte sowie die Zukunftsplanung mit Zielen und Wünschen des Kunden. Am Ende erhält der Kunde eine schriftliche Übersicht für seine Unterlagen. Die VR-Bank Bonn plant, dieses Angebot auszubauen und die Zahl der Mitglieder weiter zu erhöhen.

Zunehmende Bedeutung gewinnen die digitalen Kontaktpunkte zu unseren Kunden. Die Zahl der Kontaktanfragen unserer Mitglieder und Kunden über unseren Internetauftritt steigt kontinuierlich und die Online Banking Quote von über 50 % spricht eine deutliche Sprache. Produktabschlüsse via Internet gehören inzwischen zum alltäglichen Bankgeschäft. In den sozialen Netzwerken – insbesondere auf Facebook - präsentieren wir uns mit unserem regionalen Engagement. Die Besucherquote zeigt uns, dass wir hier auf einem richtigen Weg sind.

„Auch im letzten Jahr konnte die VR-Bank Bonn durch die hohe Nachfrage die eigenen – also die bilanziellen - Kundenkredite um gut 7,3 Prozent weiter ausbauen. Treiber waren aufgrund der weiterhin niedrigen Kreditzinsen zu gleichen Teilen im Privatkundengeschäft die Baufinanzierungen und im Firmenkundengeschäft Projektfinanzierungen.
Das gesamte betreute Kreditvolumen inklusive der an Verbundpartner, wie Hypothekenbanken und die Bausparkasse, vermittelten Darlehen konnte um 4 Prozent auf knapp 770 Mio. Euro gesteigert werden. Insgesamt wurden 500 genehmigte Kreditanträge mit einem Neuantragsvolumen in Höhe von 126 Mio. Euro bearbeitet und zugesagt. „Der Zinsüberschuss ist unsere Hauptertragsquelle, deshalb hat das Kreditgeschäft für uns eine besondere Bedeutung“, sagt Vorstand Rainer Jenniches.
Die VR-Bank Bonn sieht weiterhin eine positive wirtschaftliche Entwicklung in ihrem Geschäftsgebiet mit gesundem Wachstum, niedriger Arbeitslosenquote und hoher Investitionsbereitschaft.

„Unsere Tochtergesellschaft, die V+R Immobilien GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Geschäftsführer Michael Berg konnte gemeinsam mit seinem Team circa 70 Immobilien im Wert von nahezu 16 Mio. Euro vermitteln“, berichtet Rainer Jenniches. „Die insgesamt für unsere Bankteilhaber und Kunden verwalteten Geldanlagen bei der VR-Bank, bei der Union Investment, der R+V Versicherung und der Bausparkasse Schwäbisch Hall stiegen um knapp 20 Mio. Euro oder 2,2 % auf insgesamt über 1,03 Mrd. Euro“, informiert Martin Ließem.

Für den Privatanleger war das Jahr 2017 erneut herausfordernd. Die anhaltende Nullzinspolitik der EZB verhinderte die Erzielung planbarer und sicherer Zinseinkünfte. Der Deutsche Aktienindex DAX lag zum Jahresstart bei 11.596 Punkten – und endete bei 12.917 Punkten. Das Jahresplus lag erneut bei 11,4 % bei insgesamt geringen Schwankungen. „Da die Zinsen unverändert auf einem extrem niedrigen Niveau lagen, suchten unsere Kunden Anlagealternativen. Aktien, Zertifikate und Fonds wurden erneut stark nachgefragt. Der Wertpapierbestand unserer Kunden stieg um 7,9 % auf 342 Mio. Euro“, erläuterte Martin Ließem. Die insgesamt für Kunden verwalteten Einlagen und Kredite stiegen um 50 Mio. Euro oder knapp 3 % auf aktuell 1,8 Mrd. Euro.

„Die VR-Bank erzielte ein gutes Betriebsergebnis und erreichte damit eine deutliche Verbesserung der Eigenkapitalausstattung. Dies schafft die Voraussetzung für eine Dividendenausschüttung von 6,5 % an unsere Bankteilhaber“, berichten die Bankvorstände.
Die Bilanzsumme belief sich zum Jahresende 2017 auf 715 Mio. Euro.
Die VR-Bank Bonn investiert in diesem Jahr in einen umfangreichen Um- und Ausbau des bankeigenen Gebäudes auf der Lengsdorfer Hauptstraße. Ziele sind die Verbesserung der Bausubstanz, die Energieeffizienz sowie die Schaffung von neuem Wohnraum.
Im Jahre 2017 wurde das Hauptstellengebäude in Bonn-Duisdorf, Am Burgweiher 51, mit einem Solardach versehen. „Damit leisten wir einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Schonung der Umwelt und der Energieressourcen. Wir werden dort jährlich circa 20.000 Kilowattstunden Strom produzieren und können damit einen erheblichen Anteil unseres eigenen Energiebedarfs für unser Gebäude in Duisdorf decken.

Die „Stiftung der VR-Bank Bonn“ fördert weiterhin insbesondere soziale und gemeinnützige Kinder- und Jugendprojekte im direkten Geschäftsgebiet der Bank. So wurden der Verein „Familienkreis e.V.“, die Schwimmsportfreunde Bonn, das Jugendorchester Wachtberg, der Verein Beethovenhaus, der Verein Ausbildung statt Abschiebung sowie die Fußballvereine 1. FC Ringsdorff Godesberg und 1. FC Hardtberg für die Anlage von Kunstrasenplätzen finanziell unterstützt. Außerdem erhielten der CVJM, der ASV Bonn, die GGS Medinghoven und der VFL Alfter eine Zuwendung. Die Stiftung engagiert sich darüber hinaus in Form von Stipendien bei der Universität Bonn und der Fachhochschule Bonn Rhein-Sieg. Insgesamt wurden von der Stiftung ca. 80.000 Euro vergeben.

Die VR-Bank Bonn unterstützt außerdem zahlreiche Vereine und Institutionen mit Sponsoring und Spenden. Weitere 96.000 Euro flossen aus Gewinnsparmitteln sozialen, gemeinnützigen oder sportfördernden Zwecken zu.