Spende an Elisabth-Selbert Gesamtschule

Bonn, 28. November 2019

5.000 Euro für Sozialkompetenztraining

von links: Martin Ließem (Stiftungsvorstand), unbekannt, Dorothee Seifert (Schuldirektorin), Maher Doukmak (Schulsozialarbeit) und Katrin Brabender (Förderverein)

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bad Godesberg ist eine große Schule mit 1200 Schülern. Der Umgang der Schüler miteinander ist der Schule besonders wichtig. Deshalb führt die Schule in Zusammenarbeit mit spezialisierten Pädagogen für alle sechs Klassen des 6. Jahrgangs ein 3-tägiges Sozialkompetenztraining durch. Insgesamt sind das derzeit rund 170 Schüler.

„Dieses wichtige Training ist fest im Schulprogramm etabliert, möglich aber nur mit Hilfe von Sponsoren“, sagt Schuldirektorin Dorothee Seifert, „deshalb freuen wir uns sehr, dass die Stiftung der VR-Bank Bonn es uns ermöglicht hat, dieses wichtige Projekt, das wir bereits 2010 begonnen haben, weiterzuführen“.

Die genaue Bezeichnung des Trainings ist „BE-Cool-Sozialkompetenztraining“.
„Die Schülerschaft der ESG ist heterogen“, sagt Maher Doukmak, der an der Schule für Sozialarbeit zuständig ist. „Wir haben SchülerInnen mit vielfältigem Migrationshintergrund, verschiedenen Religionszugehörigkeiten und aus unterschiedlichen Bildungsschichten“, so Doukmak weiter. „Konflikte kommen im täglichen Umgang immer wieder vor. Meistens sind dies kleinere Streitereien. Es kommt zu Beleidigungen und Schubsereien. Wirkliche Schlägereien oder Auseinandersetzungen zwischen größeren Schülergruppen kommen höchst selten vor. Es gibt glücklicherweise keine Konflikte zwischen ethnischen Gruppen.

Um ein konfliktfreies Miteinander zu ermöglichen, ist das Sozial Lernen ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Im 5. Jahrgang gibt es Tischgruppentraining für alle Klassen, die Sozialpädagogen führen gemeinsam mit den Klassenlehrern eine Stunde Soziales Lernen in jeder Klasse des 5. Jahrgangs durch. Es werden im 9.Jahrgang SchülerInnen zu Streitschlichtern ausgebildet. Das Be-Cool-Sozialkompetenztraining ist dabei ein wichtiger Baustein. Die Schüler sollen lernen, Provokationen gegen Schwächere zu unterlassen und ihre Empathiebereitschaft zu erhöhen. Das Erlernen von adäquaten Konfliktlösungsstrategien, die Entwicklung einer Streitkultur, der respektvolle Umgang miteinander und die Stärkung der Selbstkontrolle der Schülerinnen und Schüler sind weitere wichtige Inhalte. Wir haben unser Ziel erreicht, wenn die körperlichen und verbalen Gewalttaten reduziert werden.“ 

„Dieses immens wichtige Projekt hat unsere Stiftungsräte sehr überzeugt“, berichtet Stiftungsvorstand Martin Ließem, der die Spende überreicht. „Zumal es hervorragend zum Hauptfokus der Stiftung der VR-Bank Bonn passt. Seit 2007 fördert unsere Stiftung vorwiegend Kinder- und Jugendprojekte“, so Ließem weiter.


Erika Lägel