Spende für Familienkreis e.V.

Bonn, 6. September 2019

Stiftung der VR-Bank Bonn spendet 15.000 Euro für die nächsten drei Jahre

Neues PatenProjekt richtet sich an Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen

von links: Anja Henkel (Geschäftsführerin Familienkreis e.V.), Martin Ließem ()Vorstand der Stiftung der VR-Bank Bonn eG), Christiane Hommel (Ehrenamtliche Mitarbeiterin Familienkreis e.V.), Miriam Barkhoff (Ehrenamtliche Mitarbeiterin Familienkreis e.V.), Judith Albert (Vorstand Familienkreis e.V.)

„Nachdem der Familienkreis e.V. bereits seit vielen Jahren von unserer Stiftung unterstützt wird,haben wir uns in diesem Jahr erneut entschlossen, eine weitere Spende in Höhe von insgesamt 15.000 Euro für die nächsten 3 Jahre zu bewilligen“, sagt Martin Ließem, Vorstand der Stiftung der VR-Bank Bonn.

Damit hat die Stiftung der VR-Bank Bonn den Familienkreis bislang mit insgesamt 75.000,- Euro gefördert. „Diese nachhaltige Förderung liegt uns besonders am Herzen, da die Arbeit des Vereins ein immens wichtiger Baustein im Beratungs- und Unterstützungsangebot für die Kinder in Bonn ist“, erklärt Ließem. „Die Arbeit von Familienkreis e.V.  hat Stiftungsrat und Stiftungsvorstand nachhaltig beeindruckt“, so Ließem weiter.

„Seit 2007 begleitet und unterstützt der Familienkreis junge Familien rund um die Geburt und mit Kindern bis zu 3 Jahren. Kernstück unserer Arbeit sind die knapp 30 geschulten ehrenamtlichen Elternhelferinnen und Elternhelfer. Diese werde qualifiziert und von einem professionellen Team aus pädagogischen Fachkräften und Familienhebammen begleitet“, erläutert Geschäftsführerin Anja Henkel, die sich gemeinsam mit Vereinsvorstand, Judith Albert sehr über die erneute Unterstützung freut.

„Der Familienkreis setzt seit 2012 seinen Schwerpunkt auf die Umsetzung der Bundesinitiative „Frühe Hilfen – Das Netzwerk für Vater, Mutter, Kind“. Damit wurden im Bereich der systemübergreifenden gesamtstädtischen Vernetzung  und der niederschwelligen Angebote für Familien - wie  ehrenamtliche Elternhilfe und Einsatz der Familienhebamme - weitere Akzente gesetzt.“, erläutert Anja Henkel.

Neben dem direkten Zugang erreichen die Anfragen der Eltern den Familienkreis e.V. über
die Multiplikatoren oder die Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen Bonn“. Die Aufgabengebiete
der Elternhelfer/innen umfassen Kinderbetreuung, Begleitung zu Ämtern und anderen Terminen oder einfach nur zuhören. „Ziel ist es, die jungen Eltern zu unterstützen und sie bei der Bewältigung des Familienalltags zu stärken, damit Kinder einen guten Start ins Leben haben und gesund aufwachsen können“, so Henkel. Gemeinsam mit den Familien werde entschieden, welche Angebote die Familien möglichst passgenau entlasten können.

Im Jahr 2018 wurden 47 Familien mit insgesamt 86 Kindern begleitet.
Eine 2018 erstmals durchgeführte Wirkungsstudie zeigt deutlich, dass Eltern sich auch 2-3 Jahre nach dem Einsatz in der Bewältigung des Familienalltags gestärkt fühlen und gelernt haben, mehr auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Der Selbstwert wurde spürbar gesteigert und der Austausch mit erfahrenen Menschen wurde als sehr bereichernd beschrieben. Die Eltern erweiterten ihre Ressourcen und wissen sich in Belastungssituationen besser zu helfen.

Der Familienkreis hat in diesem Jahr zusätzliche Büroräume in der Kasernenstraße angemietet, denn die Räumlichkeiten in der Breite Straße seien zu klein geworden.
Neu sei auch das PatenProjekt, das sich an Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen richtet. Damit wurden die ehrenamtlichen Einsatzmöglichkeiten um einen weiteren Baustein erweitert.

„Unsere Stiftung hat in den letzten Jahren zahlreiche Projekte - vorwiegend im Kinder-und Jugendbereich - im unmittelbaren Geschäftsgebiet der VR-Bank Bonn gefördert“,  beschreibt Ließem das Aufgabengebiet der Stiftung. Insgesamt seien bislang rund 900.000,- Euro vergeben worden.

Erika Lägel