Spende für Godesberger Projekt "oneworld"

Bonn - Bad Godesberg, 15. Januar 2014

Bad Godesberger Projekt "oneworld" erhält Spende über 40.000 €

von links: Klaus Graf (Geschäftsführer Evangelische Jugendhilfe Godesheim, Annette Schwolen-Flümann (Bezirksbürgermeisterin), Martin Ließem (Stiftungsvorstand), Jörg-Tammo Reelfs (Projekt-Team), Dr. Monique Rüdell (Stiftungsratsvorsitzende), Katrin Zimmer (Projekt-Team) und Heiko Born (Kaufmännischer Leiter CJG Hermann-Josef-Haus)

Bad Godesberg ist durch ein vielfältiges Miteinander unterschiedlicher Lebenswelten und Millieus geprägt. Insbesondere in den letzten Jahren sind zunehmend Spannungsverhältnisse zwischen diesen unterschiedlichen Welten entstanden.

„Mit dem Oneworld Projekt soll unseren Jugendlichen ein Ort geboten werden, bei dem ALLE willkommen sind“, sagt die Godesberger Bezirksbürgermeisterin, Annette Schwolen-Flümann, bei der Entgegennahme einer Spende der Stiftung der VR-Bank Bonn in Höhe von 40.000,00 Euro für die Durchführung des Projektes. Der Begriff „One World" sei als bewußte Reaktion auf die „Zwei Welten“ in Godesberg zu verstehen. Nach mehrjähriger Planung mit der Stadt Bonn startete das Projekt letzten Sommer in einer mobilen Vorlaufphase. Ziel ist es, die bunte Vielfalt von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Religionen und mit sehr unterschiedlichen und individuellen Interessen zusammenzubringen. Die Verantwortlichen und pädagogischen Leiter möchten Türen öffnen, Brücken schlagen und Gespräche und Verständnis untereinander ermöglichen.

Das Kooperationsprojekt der beiden Träger - das CJG Hermann-Josef-Haus und die Evangelische Jugendhilfe Godesheim - läuft gut an und zeigt schon „erste Früchte“. Mittlerweile konnten mehr als 600 Kontakte zu Jugendlichen ab 14 Jahren geknüpft werden. Es entwickeln sich Gespräche und Kontakte unter Jugendlichen, die sich im Alltag ansonsten prinzipiell aus dem Wege gehen. Auch Erwachsene - vor allem ältere Menschen - kommen vorbei und zeigen großes Interesse an dem Oneworld-Projekt. Der Standort an der Rigal´schen Wiese wurde aufgegeben, weil er sich als nicht praktikabel erwies. Das Mobil steht im Winter weiterhin an der Rheinallee und im Kurpark von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 15-20 Uhr.

„Etliche Jugendliche sind schon „Stammgäste“ und kommen immer wieder. Andere kommen mit ganz konkreten Anliegen, wie z.B. Unterstützung beim Schreiben einer Bewerbung“, berichten die Sozialpädagogen Katrin Zimmer und Jörg-Tammo Reelfs, die das Projekt-Team vor Ort bilden und mit viel Engagement und Erfahrung die praktische Arbeit leisten.

„Über die Notwendigkeit, in Bad Godesberg etwas für ein positives Miteinander unter den Jugendlichen zu tun, haben wir schon häufig im Stiftungsrat gesprochen“, sagte die Stiftungsratsvorsitzende Dr. Monique Rüdell, die gemeinsam mit Stiftungsvorstand Martin Ließem die Spende an Frau Schwolen-Flümann überreichte.

„Das Konzept der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim und dem Hermann- Josef-Haus hat die Stiftung der VR-Bank Bonn überzeugt“ erklärt Martin Ließem, „wir haben gerne diese Mittel zur Verfügung gestellt und sind natürlich sehr an der Entwicklung und dem Verlauf des Projektes interessiert“.

Erika Lägel