Vertreterversammlung der VR-Bank Bonn

Alfter - Oedekoven, 27. Mai 2014

VR-Bank Bonn - gesundes Wachstum

Von links: Rainer Jenniches (Vorstand VR-Bank Bonn), Dr. Monique Rüdell (Aufsichtsrat), Fritz Georg Dreesen (Aufsichtsrat), Franz Josef Thelen (Aufsichtsrat), Friedrich Jansen (Aufsichtsrat), Thomas Halstrick (Aufsichtsratsvorsitzender), Martin Ließem (Vorstand VR-Bank Bonn)

Am Dienstag, den 27. Mai 2014 begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Bonn eG rund 120 Vertreter und Gäste im Rathaussaal in Alfter-Oedekoven zur diesjährigen ordentlichen Vertreterversammlung.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Thomas Halstrick, eröffnete die Versammlung mit Betrachtungen zur Entwicklung des Großbanken- und Privatkundensektors. Unredliche Spekulationsgeschäfte und dubiose Aktionen bei Preisfestsetzungen oder das leidige Thema der Gehalts- und Boni-Zahlungen beschäftigen die Nation.

„Von diesen Machenschaften distanzieren sich die Verantwortlichen unserer VR-Bank Bonn. Und das zu Recht “, sagt Halstrick. „Dennoch wird auch unser Haus seit Jahren immer wieder mit neuen regulatorischen Anforderungen von Bund, Bankenaufsicht oder vom Europäischen Verwaltungsapparat gefordert“, so Halstrick weiter.

„Die Hauptaufgaben des Geschäftsmodells der Volksbanken und Raiffeisenbanken besteht darin, Einlagen einzusammeln und Kredite auszulegen, unsere Mitglieder zu fördern und unsere Region zu unterstützen“, sagt Rainer Jenniches, Vorstand der VR-Bank Bonn, der den Vertretern das Geschäftsjahr 2013 und die Entwicklung der Bank vorstellte.

Und solange sich dieser Weg weiterhin bewähre, gäbe es auch keinen Anpassungsbedarf für die erfolgreiche Geschäftspolitik.

„Unsere gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahr verdanken wir in großem Umfang den hervorragenden Ausgangsbedingungen in der Region Bonn - Rhein-Sieg. Die Kaufkraftkennziffer ist überdurchschnittlich hoch, die Arbeitslosenquote niedrig und wir haben den bundesweit höchsten Akademikeranteil“, skizziert Jenniches die Rahmenbedingungen für das erfolgreiche Agieren der Bonner Bank.

Die Bilanzsumme wuchs im Jahre 2013 um 4  % auf 653  Mio EUR. Die bilanziellen Kundeneinlagen wuchsen um 6,5 % und liegen bei knapp 497 Mio. Euro. Die bilanziellen Ausleihungen an Kunden weisen ein erfreuliches Wachstum von 6,8 % aus.

„Mit der Entwicklung unseres Kreditgeschäftes sind wir unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr zufrieden“, sagt Jenniches.  Insbesondere Hypothekendarlehen mit langen Zinsbindungen seien stark nachgefragt worden.

Das Einlagengeschäft sei weiterhin hart umkämpft erläutert Jenniches. Grund dafür seien teilweise auch marktferne Konditionen der Mitbewerber. Die Kundeneinlagen insgesamt - inklusive der Geldanlagen, die die VR-Bank Bonn zu Verbundpartnern vermittelt - stiegen vor diesem schwierigen Umfeld dennoch um erfreuliche 6,4 %.                                                                                                                                                                                                                                                                                                     
Der Depotbestand konnte aufgrund der freundlichen Börsenentwicklung in 2013 um knapp 5 Prozent auf 247 Mio. Euro ausgebaut werden.
 
„Das Gesamtvolumen aller Kundengeschäfte steigerte sich um 6,2 % auf über 1,4 Mrd. EURO“, erläutert Jenniches.                                             
                                                                                                                                                                                                                               
„Unser Haus versteht sich auch als Partner für Immobiliengeschäfte“, leitet Jenniches auf eine bedeutende Geschäftssparte über. Baulanderschließungsmaßnahmen sowie überzeugende Angebote und Lösungen „rund ums Haus“, zeigen eine hohe Kompetenz auf diesem Gebiet.

Die VR-Bank Bonn ist in der Grünen Mitte selbst  Bauherr einer Anlage von 92 Wohnungen, die sie an Mitglieder der Bank vermietet hat. Nur noch wenige Wohnungen sind derzeit frei.

Aktuell vertrauen nahezu 35.000 Kunden - davon sind mehr als 14.000  Bankteilhaber - der VR-Bank Bonn ihre Geldgeschäfte an.

Die VR-Bank läßt ihre Mitglieder sowie soziale Einrichtungen und Vereine aus der Region an ihrem Erfolg teilhaben. So werden die Bankteilhaber wieder eine Dividende in Höhe von 6,5% erhalten.

Spenden und Sponsoring wurde in Höhe von 80 TEUR für soziale Anliegen und Vereinsförderung gezahlt. Etwa der gleiche Betrag kommt aus Mitteln der Stiftung der VR-Bank Bonn alljährlich hinzu.

Aufträge an Firmen - wie Handwerkerleistungen oder Reinigungskosten - werden ebenfalls regional vergeben. 350 - 400 TEURO sind das alljährlich. Im laufenden Jahr 2014 werden weitere Beträge hinzukommen wegen des notwendigen Umbaus der Filiale Alfter. Diese Filiale erhält eine Komplettrenovierung mit neuer Raumaufteilung, neuen Fenstern und neuer Ausstattung.  
                                                                                                                                                                                                                                                                                        Die  „Stiftung der VR-Bank Bonn“ setzt sich für gemeinnützige Zwecke in der Region ein und richtet den Fokus weiterhin auf Kinder- und Jugendprojekte. Etliche neue Projekte oder Institutionen konnten gefördert werden. Beipsielsweise der Reit- und Fahrverein in Alfter, der 1. Godesberger JudoClub sowie das Projekt „Mut tut gut“, das in Kindertagesstätten in Alfter durchgeführt wurde.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf das Projekt „One World“ in Bad Godesberg gelegt. Hier sollen Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Religionen und vielfältiger Interessen zusammengebracht werden, um damit Konflikte in diesem Stadtteil  zu lösen.

Fortsetzung fand auch die erfolgreiche Stipendiatenförderung bei der Universität Bonn und der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Turnusmäßig wiedergewählt wurden die Aufsichtsratsmitglied Thomas Halstrick und Friedrich Jansen.



Erika Lägel