Vertreterversammlung der VR-Bank Bonn

Alfter - Oedekoven, 29. Mai 2018

Gutes Ergebnis

Von links: Rainer Jenniches (Vorstand VR-Bank Bonn), Franz Josef Thelen (scheidender Aufsichtsrat), Thomas Sistig (neu gewählter Aufsichtsrat), Thomas Halstrick (Aufsichtsratsvorsitzender) und Martin Ließem (Vorstand VR-Bank Bonn)

Am Dienstag, den 29. Mai 2018 begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Bonn eG rund 130 Vertreter und Gäste im Rathaussaal in Alfter-Oedekoven zur diesjährigen ordentlichen Vertreterversammlung. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Thomas Halstrick, eröffnete die Versammlung mit Informationen zur Wirtschaftslage unseres Landes. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um kräftige 2,2 %. Haupttreiber des Wachstums waren in 2017 abermals die staatlichen und privaten Konsumausgaben. Auch in gewerbliche Projekte wurde wieder vermehrt investiert und insbesondere Bauvorhaben wurden aufgrund der niedrigen Finanzierungskosten verstärkt durchgeführt. Nach Jahren politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit besserte sich 2017 die Stimmung an den Finanzmärkten nachhaltig. Grund hierfür waren in erster Linie die Rückkehr eines robusten Wirtschaftswachstums sowohl im Euroraum als auch in den USA. Auch in ihrem unmittelbaren Geschäftsgebiet sieht die VR-Bank Bonn weiterhin eine positive wirtschaftliche Entwicklung mit gesundem Wachstum, niedriger Arbeitslosenquote und hoher Investitionsbereitschaft.

Bankvorstand Rainer Jenniches beschreibt zunächst die großen Herausforderungen, die durch die Flut an neuen Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken verursacht werden und den Tagesablauf in der Bank zunehmend mitbestimmen. „Eine weitere Herausforderung sind die niedrigen Zinsen bedingt durch die sehr expansive EZB-Politik“, erläutert Jenniches. Seit März 2016 berechnet die EZB Negativzinsen für Bankguthaben und kauft Wertpapiere auf. Beide Maßnahmen halten die Zinsen auf einem historischen Niedrigststand. Jenniches berichtet weiterhin von einer sehr spannenden Herausforderung: Die zunehmende Digitalisierung und das damit einhergehende Verbraucherverhalten. Online-Banking, Online-Bezahlverfahren sowie Kontakte über unseren Internetauftritt werden zunehmend mehr genutzt und die digitalen Produktabschlüsse sowie die Nutzung der VR-Banking App entwickeln sich sehr positiv.

„Trotz dieser großen Herausforderungen konnten wir 2017 eine stabile Ertragslage und ein gutes Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen“, beginnt Rainer Jenniches seinen Bericht über das Geschäftsjahr 2017. Die Bilanzsumme sei aufgrund eines Rückgangs bei den Kundeneinlagen im Jahre 2017 leicht geschrumpft und betrug zum Jahresende 715 Millionen Euro. Die bilanziellen Kundeneinlagen reduzierten sich auf etwa 552 Millionen Euro. Der Anteil der Mitglieder- und Kundenanlagen in Fonds bei der Union Investment und in den Wertpapierdepots sei dagegen deutlich gestiegen. Die Bank verwaltet hier mehr als 340 Millionen Anlagegelder. Dazu kommen noch Vermittlungen zur R+V Versicherung und der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die gesamten Kundenanlagen wuchsen um 2,2 % auf nahezu 1,02 Milliarden Euro. Ein sehr erfreuliches Wachstum von 36 Millionen Euro oder 7,3 % wurde bei den bilanziellen Ausleihungen an Kunden verzeichnet. Diese belaufen sich inklusive Bürgschaften nunmehr auf nahezu 521 Millionen Euro. Treiber waren aufgrund der weiterhin niedrigen Zinsen zu gleichen Teilen im Privatkundengeschäft die Baufinanzierungen und im Firmenkundengeschäft Projektfinanzierungen. Darüber hinaus erfolgen bei Verträgen mit langer Zinsbindung Vermittlungen an angeschlossene Hypothekenbanken. „Mit der Entwicklung unseres Kreditgeschäftes sind wir äußerst zufrieden“, sagt Jenniches.  Insbesondere Hypothekendarlehen mit langen Zinsbindungen seien stark nachgefragt worden, weil die Konditionen nie günstiger waren. „Das Gesamtvolumen aller Kundengeschäfte steigerte sich um knapp 3 % auf 1,8 Milliarden Euro“, berichtet Jenniches.

Aktuell vertrauen rund 35.000 Kunden - davon sind mehr als 16.000 Bankteilhaber - der VR-Bank Bonn ihre Geldgeschäfte an. Die VR-Bank läßt ihre Mitglieder sowie soziale Einrichtungen und Vereine aus der Region an ihrem Erfolg teilhaben. So werden die Bankteilhaber wieder eine Dividende in Höhe von 6,5 % erhalten. Aus Mitteln der VR-Bank Bonn sowie der Stiftung der VR-Bank Bonn wurden insgesamt Spenden und Sponsoring  in Höhe von knapp 150 TEUR für soziale Anliegen und Vereinsförderung gezahlt. Die „Stiftung der VR-Bank Bonn“ setzt sich für gemeinnützige Zwecke in der Region ein und richtet den Hauptfokus weiterhin auf Kinder- und Jugendprojekte. Etliche Projekte oder Institutionen konnten gefördert werden. Beispielsweise das Wachtberger Jugendorchester, die Schwimmsportfreunde Bonn, die Grundschule Medinghoven, der Familienkreis, der Verein Ausbildung statt Abschiebung. Außerdem konnten sich die Fußballvereine aus Mehlem und Hardtberg über Zuschüsse für die Anlage der Kunstrasenplätze freuen. Fortsetzung fand auch die erfolgreiche Stipendiatenförderung bei der Universität Bonn und der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Altersgründen schied Franz Josef Thelen aus dem Aufsichtsrat aus. Als sein Nachfolger wurde Thomas Sistig aus Alfter gewählt. Turnusmäßig wiedergewählt wurde das Aufsichtsratsmitglied Volker Thimm.