Gutes Ergebnis

Bonn - Bad Godesberg, 28. Mai 2019

von links zum Zeitpunkt der Fotografie: Bankvorstand Rainer Jenniches, der scheidende Aufsichtsrat Wilfried Schraaf, Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Halstrick, der designierte Aufsichtsrat Josef Kolb als Schraaf-Nachfolger und Bankvorstand Martin Ließem

Am Dienstag, den 28. Mai 2019 begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Bonn eG rund 110 Vertreter und Gäste in der Stadthalle Bad Godesberg zur diesjährigen ordentlichen Vertreterversammlung.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Thomas Halstrick, eröffnete die Versammlung mit Informationen zur Wirtschaftslage unseres Landes. Die deutsche Wirtschaft setzt im Jahr 2018 ihren Aufschwung fort. Allerdings fiel der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr mit
1,4 % merklich schwächer aus. Die Konsumausgaben trugen spürbar zum Anstieg des BIP bei.
Die Konsumausgaben des Staates legten ebenfalls mit 1,1 % zu. Sowohl Investitionen in gewerbliche Projekte als auch in private Bauvorhaben hielten unvermindert an. Für 2019 haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre bisherige Prognosevvon 1,9 % zum April auf 0,5 % gesenkt.

„Die Gruppe der deutschen Volksbanken und  Raiffeisenbanken konnte auch in 2018 ein kräftiges Wachstum erzielen. Das überdurchschnittliche Wachstum zeigt einmal mehr, dass es den Genossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und mit ihren Leistungen zu überzeugen“, so Halstrick.

Bankvorstand Martin Ließem beschreibt zunächst die großen Herausforderungen, die durch die Flut an neuen Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken verursacht werden und den Tagesablauf der Bank zunehmend mitbestimmen.

"Eine weitere Herausforderung sind die niedrigen Zinsen bedingt durch die sehr expansive EZB-Politik“, erläutert Ließem. Seit März 2016 berechnet die EZB Negativzinsen für Bankguthaben und kauft Wertpapiere auf. Beide Maßnahmen halten die Zinsen auf einem historischen Niedrigststand.

Ließem berichtet weiterhin von einer sehr spannenden Herausforderung:
Die zunehmende Digitalisierung und das damit einhergehende Verbraucherverhalten.
Die digitale Zukunft findet auf Smartphone und Tablet statt. „Unsere Kunden sind im
Online-Banking zunehmend mobil unterwegs. So hat jeder Vierte von ihnen die VR-Banking App installiert und jeder Fünfte ist im Besitz einer sogenannten Tan-App zur mobilen Auftragserteilung.
Die Zahl der Transaktionen über elektronische Medien beträgt inzwischen mehr als eine Million.
Auch die Zahl der Online-Kontaktanfragen wächst ständig“, erläutert Ließem. So weise das Kundenverhalten deutlich den Weg in Richtung digitaler Erreichbarkeit und Services.

„Trotz dieser großen Herausforderungen konnten wir 2018 eine stabile Ertragslage und ein gutes Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen“, beginnt Martin Ließem seinen Bericht über das Geschäftsjahr 2018. Die Bilanzsumme ist auf 749 Mio. Euro gewachsen. Die bilanziellen Kundeneinlagen sind um
4,4 % auf 571 Millionen Euro gestiegen. Die Bank verwaltet darüber hinaus nahezu 340 Millionen Anlagegelder in Wertpapieren und Fonds. Dazu kommen noch Vermittlungen zur R+V Versicherung und der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Die gesamten Kundenanlagen wuchsen um nahezu 3 % auf über eine Mrd. Euro.
Ein sehr erfreuliches Wachstum von 32 Mio. Euro oder 6,3 % wurde bei den bilanziellen Ausleihungen an Kunden verzeichnet. Diese belaufen sich auf rund 544 Mio. Euro. Treiber waren aufgrund der weiterhin niedrigen Zinsen zu gleichen Teilen im Privatkundengeschäft die Baufinanzierungen und im Firmenkundengeschäft Projektfinanzierungen. Darüber hinaus erfolgen bei Verträgen mit langer Zinsbindung Vermittlungen an angeschlossene Hypothekenbanken.

„Mit der Entwicklung unseres Kreditgeschäftes sind wir äußerst zufrieden“, sagt Ließem. 
Insbesondere Hypothekendarlehen mit langen Zinsbindungen seien stark nachgefragt worden, weil die Konditionen nie günstiger waren. „Das Gesamtvolumen aller Kundengeschäfte beträgt inzwischen circa 1,8 Mrd. Euro“, berichtet Ließem. Aktuell vertrauen nahezu 35.000 Kunden - davon sind mehr als
16.000 Bankteilhaber - der VR-Bank Bonn ihre Geldgeschäfte an.

Die VR-Bank lässt ihre Mitglieder sowie soziale Einrichtungen und Vereine aus der Region an ihrem Erfolg teilhaben. So werden die Bankteilhaber wieder eine Dividende in Höhe von 6,5 % erhalten.
Aus Mitteln der VR-Bank Bonn sowie der Stiftung der VR-Bank Bonn wurden insgesamt Spenden und Sponsoring  in Höhe von knapp 145.000 Euro für soziale Anliegen und Vereinsförderung gezahlt.

Die Stiftung der VR-Bank Bonn setzt sich für gemeinnützige Zwecke in der Region ein und richtet den Hauptfokus weiterhin auf Kinder- und Jugendprojekte. Etliche Projekte oder Institutionen konnten gefördert werden. Beispielsweise der Verein Hilfe für psychisch Kranke, der Verein Sterntaler e.V.,
die Aktion Weihnachtslicht, der Förderkreis für Krebskranke Kinder und der Verein Ausbildung statt Abschiebung. Fortsetzung fand auch die erfolgreiche Stipendiatenförderung bei der Universität Bonn und der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Altersgründen schied Wilfried Schraaf aus dem Aufsichtsrat aus. Als sein Nachfolger wurde
Josef Kolb aus Bad Godesberg gewählt. Turnusmäßig wiedergewählt wurde das Aufsichtsratsmitglied Dr. Monique Rüdell.

Erika Lägel